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Kinderhaus auf dem Bühl

Die Lage auf dem Bühl


Der „Bühl“ ist ein Wohngebiet, das sich seit Mitte der Sechziger Jahre oberhalb des Stadtteils Lörrach-Brombach entwickelt hat. Das Kinderhaus wurde 1992/93 gebaut und im September 1993 eingeweiht. Außer dem Kinderhaus und dem benachbarten Spielplatz gibt es keine weitere soziale Infrastruktur und kein einziges Geschäft auf dem Bühl.

Die Lage an der verkehrsarmen, ruhigen Erschließungsstraße ermöglicht einen großen Bewegungs-Frei-Raum für die Kinder. Die bestehende Gartenanlage mit dem alten Bestand an Bäumen, Sträuchern und Hecken war Grundlage für die Gestaltung der Außenanlage. Das Gelände gibt in seiner Natürlichkeit den Kindern die Möglichkeit, Unebenheiten, Klettern und damit ihre natürlichen Bewegungsabläufe zu erfahren, ohne dass dazu technische Hilfsmittel nötig wären. Ein neu angelegter Nutz- und Beerengarten hebt die Natürlichkeit des Geländes noch hervor.
Großzügigkeit als Thema findet sich in der Lage, in der Architektur, im Außengelände, in der Arbeit mit den Kindern, in den Öffnungszeiten. Diese großzügigen Vorgaben sind Grundlage für die Kinderhaus-Pädagogik.

Im Dialog zwischen Architektur und Pädagogik von Anfang an wurden Räume geschaffen, die die Grundgedanken der pädagogischen Konzeption erleichtern. Damit werden Begriffe wie Transparenz, Individualität, Autonomie, Kompetenz und Kreativität glaubwürdig und begreifbar.

Für diese Verbindung von Architektur und Pädagogik, die familienorientierte Konzeption und die kostengünstige Bauweise erhielt das Kinderhaus auf dem Bühl 1994 unter ca. 560 Einreichungen den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Tageseinrichtungen für Kinder“ vom Bundesfamilienministerium.